30 Januar 2013 - 20:30

Protestdemonstrationen indischer Muslime haben zur Absage einer Reise von Salman Rushdie nach Kalkutta geführt. Dort wollte er an der Uraufführung des auf seiner gleichnamigen Novelle basierenden Films "Mitternachtskinder" teilnehmen.

Protestdemonstrationen indischer Muslime haben zur Absage einer Reise von Salman Rushdie nach Kalkutta geführt. Dort wollte er an der Uraufführung des auf seiner gleichnamigen Novelle basierenden Films "Mitternachtskinder" teilnehmen.

Die Organisatoren der Reise meldeten, die Polizei habe sie aufgefordert, die Werbung für diesen Film einzustellen. Dagegen erklärte die Polizei, dass die Organisatoren selbst die Stornierung beschlossen hätten.

Seit 1988 ist Rushdie in Indien zu einer umstrittenen Person geworden. Sein Roman „Die satanischen Verse“ ist verboten. Muslime bezeichnen den Inhalt dieses Buches als Beleidigung des Propheten des Islam. Rushdie wurde im vorigen Jahr bei seinem Erscheinen auf einem Literaturfestival in Jaipur bedroht und mußte dieses Festival verlassen